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Martin Berens

Unsere Tochter Carolin ist im Mai 2004 geboren.
Die Diagnose Down-Syndrom kam für uns überraschend und traf uns sehr unvorbereitet. Eine große Erleichterung in der Situation war jedoch, dass die Klinik sehr schnell den Kontakt zu KIDS Hamburg e.V. erstellte.

Bei KIDS wurde auf uns sehr einfühlsam und sachlich zugegangen. Der Rat, sich nicht zu früh Zukunftssorgen zu machen und Lebensabschnitte (Kindergarten, Schule usw.) nicht zu weit zu planen, ist für mich heute noch eine wichtige Botschaft. Auch der Hinweis, bei Entscheidungen durchaus auf sein Bauchgefühl zu hören, hat sich immer wieder bestätigt.

Anfangs dachte ich, bei KIDS einen „allgemeingültigen Fahrplan“ zu bekommen, nach welchem Carolins Entwicklung ablaufen und positiv beeinflusst werden kann. Doch ich habe gelernt, dass wir und unsere Kinder
Individuen sind, die ihre eigenen Wege finden müssen.
KIDS gibt dabei die Gelegenheit, Informationen über Therapien, Finanzen und Gruppentätigkeiten zu erhalten und für sich auszuwerten.

Den KIDS-Stammtisch am 10. jedes Monats finde ich sehr gut, da man dort in netter Atmosphäre über
Themen sprechen kann, die bei Eltern mit Regelkindern oft nicht so gesehen werden.

Wir sind für die Kontakte und Informationen sehr dankbar, die wir weiterhin durch den Verein gewinnen. Gerne möchte ich daher durch meine Mitarbeit im Beirat auch anderen helfen und etwas von dem zurückgeben, was wir an Unterstützung und Zuversicht bekommen.




Jasper Jensen

Ich heiße Jasper Jensen, bin 1958 in Düsseldorf geboren und seit 1998 mit Susanne verheiratet. Wir haben 2 Kinder, Harriet (Jahrgang 1995) ohne und Jakob (Jahrgang 2001) mit Down-Syndrom. Beide erfreuen uns auf ihre jeweilige Art. Oder nerven (Pubertät, Trotzphasen …) je nachdem.

Als ich erfuhr, dass Jakob behindert ist, war es besonders schmerzlich, mich von all den unausgesprochenen Vorstellungen zu verabschieden, die ich mir unbewusst vom Lebensweg meines Sohnes gemacht hatte. Selten habe ich so direkt und drastisch erlebt, wie begrenzt meine Vorstellungskraft gegenüber der Vielfalt des Lebens ist. Mittlerweile gehe ich recht gelassen mit dieser „anderen Wirklichkeit“ eines Kindes mit Down-Syndrom um. Viele meiner Fragen und Sorgen konnte ich im Austausch mit anderen betroffenen Familien bei KIDS auf unkomplizierte und nette Weise ausräumen. Ich fühle mich wohl in diesem Verein und halte seine engagierte, vielfältige und kompetente Arbeit für immens wichtig, weshalb ich den Vorstand seit April 2005 als Beirat unterstütze.



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